Fauna und Flora

In den Bergregionen finden wir Bergziegen, Wildschaf und seltener Marco-Polo-Schafe, Luchse und Schneeleoparden. Auch das Jak hat hier seine Heimat. Diese Grunzochsen sind als Transportmittel über die hohen Pässe unerläßlich wie auch als Lieferanten von Milch, Häuten, Wolle und Fleisch. Häufige Lasttiere sind Esel und das einhöckrige Dromedar. Dieses ist in den Steppen, Wüsten und in der Indus-Tiefebene wegen seiner Leistung, Ausdauer und Genügsamkeit unentbehrlich. In den Provinzen Belutschistan und Sind finden sich heute allerdings seltener Steinböcke, Wölfe und Leoparden. In vielen Gebieten Pakistans gibt es Wildschweine in großer Zahl. Hyänen, Füchse, Marder, Wiesel und Mungos gehören zu oft vorkommenden Tierarten. Der Mungo ist der erklärte Feind von Schlangen, von denen es eine große Zahl, darunter auch giftige Arten, gibt. Besonders artenreich ist die Vogelwelt. An den Stränden von Karachi kann man zu bestimmten Jahreszeiten Riesenschildkröten beobachten, wen sie ihre Eier in den warmen Sand legen. Die arten- und zahlen mäßige Zusammensetzung der Tierwelt, hat sich in den letzten Jahrzehnten durch Ein- griffe in ihre Lebensräume verändert hat. Einige Tierarten wie Tiger und Elefanten sind fast oder ganz verschwunden. Durch Einrichtung von Nationalparks versucht die Regierung, für einige Tierarten Schutz und Überlebenschancen zu schaffen.

Die Sommermonsune bestimmten mit ihren Regenfällen die Pflanzenwelt der Bergregion im Norden.In den Tälern finden sich hier zwischen 500 und 1.800 m Höhe Kiefernwälder, bis in höhere Lagen auch Koniferen, Himalaya-Zedern sowie Eichen - Himalaya-Tannen und Fichten. Diese Bäume werden forstwirtschaftlich genutzt,besonders in Swat, Kaghan und Chitral, wo sich größere, zusammenhängende Waldgürtel befinden. In tieferen Lagen und an schattigen Berghängen sind Laubwälder zu finden. Allerdings sind nur etwa knapp 4% der Gesamtfläche Pakistans mit Wald bedeckt. Über der Baumgrenze wachsen Rhododendron, Wacholder, verschiedene Beerensorten, Edelweiß und Rosen. In den ariden Gebieten Belutschistans werden in Oasenzonen Melonen,Zitrusfrüchte, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, Granatäpfel und Weintrauben angebaut. Auf den nicht landwirtschaftlich nutzbaren Böden wachsen hier dorniges Buschgestrüpp und Hartgräser als bescheidene Nahrung für Ziegen und Schafe. In den feuchteren Gebieten des Indus-Tiefiandes und im Punjab werden Mangos, Datteln, Bananen und Guaven angebaut. An den Straßen lange Reihen von Banyanbäumen (Feigenart), Pipal und Eukalyptus. In Pflanzungen Maulbeer- und Shishambäume. Die Blätter der Maulbeerbäume sind unerläßlich für die Seidenraupenzucht. Aus dem Holz werden u.a. Sportartikel wie Kricket- und Tennisschläger sowie Hockeystöcke hergestellt. Das Holzes Sishambaums eignet sich bestens für die Möbelherstellung Jung. Im Mündungsdeltades Indus sind größere Mangrovenwälder.